Ärztlicher Dienst

 

Ärztlicher Leiter und Chefarzt

Herr Dr. med. Frank Naumann

Dr. med. Frank Naumann
Facharzt für Innere Medizin / Geriatrie
Physikalische Therapie & Balneologie
Palliativmedizin
Ärztliches Qualitätsmanagement
Sprecher AG Geriatrie Brandenburg

Leitender Oberarzt

Dr. med. Reinhard Knie, Leitender Oberarzt
Dr. med. Reinhard Knie
Facharzt für Innere Medizin / Geriatrie
Rehabilitationswesen
Palliativmedizin
Verkehrsmedizin

Oberärztin

Dr. med. Kathrin Rosenberg,  Oberärztin
Dr. med. Kathrin Rosenberg
Fachärztin für Innere Medizin/ Geriatrie
Zusatzbezeichnung Palliativmedizin

Oberarzt

Dr. med. Andreas Bimmermann, Oberarzt
Dr. med. Andreas Bimmermann
Facharzt für Innere Medizin /
Klinische Geriatrie

 

Weiterbildungsbefugnisse:

  • Vollständige Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie (3 Jahre Common trunk und Schwerpunkt Geriatrie)
  • Weiterbildung „Innere Medizin“ (WBO 1995) für 4 Jahre
  • Vollständige Weiterbildung jeweils 1 Jahr für die Zusatzbezeichnungen Palliativmedizin sowie Physikalische Therapie & Balneologie
Ärztlicher Dienst

Was ist Geriatrie - Altersmedizin

Geriatrie bedeutet Altersmedizin, die Lehre von den Alterskrankheiten und den Krankheiten im Alter. Bei einem geriatrischen Patienten steht nicht das kalendarische Alter, sondern seine gesamte Lebenssituation im Wechselspiel zwischen körperlichen, psychischen und seelischen Leiden mit ihren Auswirkungen auf seine soziale Situation im Vordergrund.

 

Das bedeutet in besonderem Maße zu berücksichtigen:

 

  • Die Patienten leiden gleichzeitig an mehreren Krankheiten, die sich auch gegenseitig beeinflussen - Multimorbidität.
  • Die Patienten haben oft Einschränkungen in der Beweglichkeit zum Beispiel nach Schlaganfällen, Amputationen oder Knochenbrüchen - Immobilität
  • Die Patienten müssen sich oft auf einen langwierigen Krankheitsverlauf einstellen – Chronizität.
  • Die Erkrankung der Patienten geht in bestimmten Fällen einher mit einer Einschränkung geistiger Fähigkeiten. – dementielle Entwicklung
  • Die medizinischen Probleme sind untrennbar mit sozialen Fragen verbunden.

 

 

Grundsätze geriatrischer Versorgung

 

Zitat:

Gesundheit ist ein hohes Gut, aber keine Ware.
(Johannes Rau, ehemaliger Bundespräsident)

 

Deshalb steht der Patient mit seinen  Wünschen im Mittelpunkt. Daran richtet sich auch unser Leitbild aus:

  • Der Patient steht im Mittelpunkt
    „Im Mittelpunkt unseres Denken und Handelns steht der kranke und pflegebedürftige Mensch. Unsere Sorge für ihn ist darauf gerichtet, das gestörte körperlich-seelische, aber auch das soziale Gleichgwicht wieder herzustellen. Dabei setzen wir uns mit den individuellen Bedürfnissen und Wünschen der Patienten auseinder“ (Auszug aus dem Leitbild).
  • Von Bedeutung für die Entscheidung, ob ein Patient in die häusliche Umgebung entlassen werden kann und wie viel Pflegeintensität nötig ist, sind die sozialen Begleitumstände. Das Wohnumfeld, die Familie und andere Bezugspersonen und die wirtschaftliche Situation müssen dabei berücksichtigt werden.
  • Zielorientierung geriatrischen Handelns
    Ziel ist es, dem Patienten soweit wie möglich ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben trotz Krankheit und Behinderung bis ins hohe Alter zu ermöglichen.
    Deshalb sind alle Maßnahmen darauf gerichtet, die Selbständigkeit und die Lebensqualität des Patienten zu erhalten, zu verbessern oder wieder zu erlangen.
  • Alltagsrelevanz
    Die therapeutischen Maßnahmen orientieren sich an der individuellen Lebenssituation des Betroffenen. Darauf ist die Therapie/Training ausgerichtet und bei Notwendigkeit wird das Hilfsmittel ausgewählt, das für die Mobilität des Patienten am geeignetsten ist. In diesen Fällen werden immer eng mit Einrichtungen für die Hilfsmittelversorgung (z. B. Sanitätshäuser) zusammengearbeitet, um die optimale Lösung zu finden.
  • Ganzheitlichkeit
    Zu der individuellen Lösung der Probleme jedes Patienten gehört eine genaue Analyse sämtlicher Begleitumstände. Hierzu gehört eine spezifische Befundaufnahme, das sogenannte multidimensionale geriatrische Assessment. Dieses wird bei jedem Patienten, der in einer geriatrischen Einrichtung aufgenommen wird, durchgeführt. Es beinhaltet folgende Punkte:
    • subjektives Befinden
    • psychischer Status
    • körperlicher Status
    • medizinische Daten
    • ADL-Status *
    • Wohnverhältnisse
    • soziales Umfeld und
    • ökonomischer Status
    *ADL = "activities of daily living" = Aktivitäten des täglichen Lebens, wie Waschen, Anziehen, Essen usw.
    In der Geriatrie sind die medizinischen, rehabilitativen und sozialen Probleme nicht voneinander zu trennen. Das erfordert ein Gesamtkonzept der Versorgung für jeden einzelnen Patienten. Diese individuelle Lösung für den Patienten wird von einem therapeutischen Team gemeinsam mit dem Betroffenen gesucht. Das therapeutische Team setzt sich zusammen aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ärztlichen Dienstes, des Pflegedienstes, der Physiotherapie, der Ergotherapie, der Sprachterapie, der Psychologie, des Sozialdienstes und der Krankenhausseelsorge.
  • Zielgerichtete Entlassungsvorbereitung
    Die Besonderheit der geriatrische Medizin ist, dass der Patient von der Krankenhauseinweisung bis zur Wiedereingliederung in die häusliche Umgebung begleitet wird. Dies erfordert eine enge und koordinierte Arbeit des therapeutischen Teams mit dem Hausarzt, der Sozialstation, den niedergelassenen Therapeuten sowie die aktive Einbeziehung des Patienten und seiner Angehörigen. Ziel ist, die zielgerichtete Fortführung der Versorgung des Patienten nach der Entlassung zu sichern.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner

 

Schleusenstraße 50 | 15569 Woltersdorf | Tel.: 0 33 62/ 779-0 | Fax: 0 33 62/ 779-109 |