Aktuelles

Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. paed. Marina Jakubowski
Tel.: 03362/ 779-306
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Patienten orientierter Tagesablauf
im Evangelischen Krankenhaus Woltersdorf


Patienten erleben im Krankenhaus den Versorgungsprozess mit seinen Teil-prozessen Aufnahme - Diagnostik, Behandlung – Therapien - Pflege und Entlassung sowie den rhythmischen Tagesablauf auf der Station. Häufig ist dieser Tagesablauf dem Versorgungsprozess, weniger aber den Bedürfnissen und Wünschen der Patienten angepasst und sehr unruhig für die Patienten.

Seit 4. Januar 2010 wurde das im Evangelischen Krankenhaus Woltersdorf mit dem Patienten orientierten Tagesablauf - kurz PoT - geändert. In der zeitlichen Abfolge der täglichen Ereignisse zur Versorgung unserer Patienten/innen berücksichtigen wir nun stärker als bisher ihre Bedürfnisse und Wünsche. So können z. B. alle Patienten morgens mindestens eine halbe Stunde länger schlafen, die aktivierende Grundpflege bzw. das selbständige Waschen und Anziehen kann ohne Störung, z. B. durch Blutabnahmen, durchgeführt werden. Das gilt auch für alle Mahl- und Ruhezeiten.
In diesen „Patienten fernen Zeiten“ arbeiten nur die Berufgruppen mit den Patienten, die ihnen Anleitung und Unterstützung bei Tätigkeiten des täglichen Lebens geben, wie z. B. beim Wasch- und Anziehtraining, der aktivierenden Grundpflege und beim Frühstückstraining. Diagnostik, Therapien, Behandlungspflege und Visiten finden in den "Patienten nahen Zeiten" statt.

Einerseits gibt es feste Zeiten sowohl für Patienten als auch für Mitarbeiter, wie z. B. das Frühstück von 8:00 – 8.30 Uhr und der Beginn der Visiten um 9:00 Uhr. Das therapeutische Team jeder Station trifft sich täglich von 8:15 – 8:30 Uhr zur Morgenbesprechung und die wöchentliche Teamkonferenz findet auf allen Stationen in der Zeit von 12:00 – 13.15 Uhr statt. Sitzungen der Gremien und interne Fortbildungen werden in sogenannten Patienten fernen Zeiten durchgeführt, also Zeiten, die dem Patienten zur Verfügung stehen.
Zugleich haben wir im Rahmen dieser Veränderung Möglichkeiten geschaffen, um auf individuelle Bedürfnisse des einzelnen Patienten/der einzelnen Patientin besser eingehen zu können, z. B. durch Zeitfenster für Mittagessen, Kaffeetrinken, Abendbrot und Nachtruhe. Damit können Mitglieder des therapeutischen Teams flexibler auf Wünsche der Patienten, aber auch auf Probleme und Veränderungen reagieren.

Seit Juni 2009 hat eine multiprofessionell zusammengesetzte Projektgruppe das Projekt PoT bearbeitet, Schnittstellenprobleme und ihre Lösungen diskutiert. Anschließend
wurden Änderungen mit den Partnern des Krankenhauses besprochen, wie z. B. mit dem Fahrdienst der Tagesklinik, den Sanitätshäusern, Konsiliarärzten und anderen.

Ziel dieses Projektes ist neben der Patientenzufriedenheit, auch die effizientere Gestaltung der klinischen Prozesse und Abläufe in unserem Haus.

Das RBB-Fernsehen, der Hörfunk-Sender „Antenne Brandenburg“ und die Märkische Oderzeitung haben am 4. Januar 2010 bzw. im Vorfeld über den Start des Patienten orientierten Tagesablaufes in unserem Krankenhaus berichtet. Weitere Informationen dazu unter http://www.rbbonline.de/brandenburgaktuell/archiv/index.media.

 

 

Erstes Best-Practice-Projekt im Jahr 2010:
Mobiler Rehabilitationsdienst Woltersdorf

Seit 1. Dezember 2007 bietet der Mobile Rehabilitationsdienst Woltersdorf, Mandant des Evangelischen Krankenhauses Woltersdorf, vor allem älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen die Möglichkeit, im Bedarfsfalle von einem therapeutischen Team zu Hause behandelt zu werden. Mit dem Mobilen Rehabilitationsdienst Woltersdorf (MRDW) wurde für Patienten, die eine Rehabilitation brauchen, um sich in häuslicher Umgebung besser zurechtzufinden und bei denen damit eine Einweisung ins Heim vermieden werden kann, eine Alternative zur bisherigen stationären bzw. ambulanten Rehabilitation geschaffen.
Am 6. Januar 2010 besuchte Staatssekretär Albrecht Gerber, Chef der Staatskanzlei Brandenburg, unser Haus, um den Mobilen Rehabilitationsdienst Woltersdorf, eine von drei Einrichtungen dieser Art in Deutschland, als “Best-Pratice-Projekt“ Januar 2010 auszuzeichnen.
Herr Gerber verwies in seiner Laudatio darauf, dass dieses Projekt im Hinblick auf den demografischen Wandel ein innovativer Beitrag zur Gesundheitsversorgung in Brandenburg ist. Die Therapie in häuslicher Umgebung ermöglicht es dem therapeutischen Team, die Behandlung an die konkreten Bedingungen des Patienten/der Patientin anzupassen und ihn/sie hinsichtlich notwendiger Maßnahmen der Wohnraumanpassung, z. B. zur Sturzprävention, zu beraten. Das hilft, älteren kranken Menschen ein selbstbestimmtes Leben in gewohnter Umgebung zu sichern und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Langfristig gesehen, spart die Mobile Rehabilitation auch Kosten im Gesundheitswesen ein.
Für die mobile Rehabilitation steht in Woltersdorf ein interdisziplinäres therapeutisches Team zur Verfügung, zu dem Ärzte, Physio-, Ergo-, Sprach-, Pflegetherapeuten, eine Psychologin, eine Sozialarbeiterin und die Koordinatorin gehören.

Staatssekretär Gerber dankte dem bisherigen Ärztlichen Leiter des Mobilen Rehabilitationsdienstes und ehemaligen Chefarzt, Dr. med. Rainer Neubart, für sein Engagement. Unter Leitung von Dr. Rainer Neubart wurde vor 17 Jahren begonnen, die Fachklinik für Innere Medizin/ Geriatrie aufzubauen. Genauso lange engagiert sich Herr Dr. Neubart für die Mobile Rehabilitation. Dem Ärztlichen Leiter und Chefarzt des Evangelischen Krankenhauses Woltersdorf, Herrn Dr. Frank Naumann, dem seit 1. Januar 2010 auch die Ärztliche Leitung des Mobilen Rehabilitationsdienstes Woltersdorf obliegt, und dem gesamten Team wünschte der Chef der Staatskanzlei weitere Erfolge.

Seit 2009 werden monatlich beispielgebende Projekte für den Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels von der Staatskanzlei Brandenburg im Rahmen ihrer Initiative „Marktplatz der Möglichkeiten“ ausgezeichnet, siehe unter www.demografie.brandenburg.de.

Mobiler RehabilitationsDienst Woltersdorf

 

 

 

 

Bau

Zum Baugeschehen in unserem Krankenhaus

Der Um- und Ausbau im Haus 1 geht gut voran. Das Dach ist gedeckt. Das Bild zeigt den Ausbau des Dachbodens. Zurzeit finden die Bauarbeiten vor allem im Haus statt.

 

 

Umbau Raum zur Stille

Um Platz im Andachtsraum zu gewinnen, wurden der große Balkon verglast und die alten Fenster entfernt. Der Raum wurde renoviert und bekam neuen Fußbodenbelag (s. Bild). Anfang Januar 2010 waren die Umbauten im Raum zur Stille fertiggestellt. Jetzt steht unseren Patienten und Mitarbeitern ein größerer Raum für Andachten, Gottesdienste und Veranstaltungen zur Verfügung.

 

 

Ambulanz_2010

Die Angebote der therapeutischen Ambulanz im Evangelischen Krankenhaus Woltersdorf wurden erweitert:

PHYSIOTHERAPIE
Behandlungen auf ärztliche Verordnung und als Privatleistung:
• Therapie nach dem Bobath-Konzept
• Allgemeine und spezielle Krankengymnastik (z. B. Dreidimensionale Skoliosebehandlung)
• Extensionstherapie
• Schlingentisch-Behandlungen
• Manuelle Therapie
• Lymphdrainage
• Klassische Massagen (u.a. Bindegewebs- und Colonmassage)
• Unterwassermassage
• Stangerbäder
• Bewegungsübung im Wasser
• Diverse Stromanwendungen, u. a. Ultraschall

Zusatzangebote ausschließlich
für Privatzahler:
Medi-Tapen/ Fußreflexzonenmassage/
Schallwellenmassage

ERGOTHERAPIE
• Therapie nach dem Bobath-Konzept
• Neuropsychologische Therapie /
Hirnleistungstraining
• Therapie nach Affolter und Perfetti
• Motorisch funktionelle Behandlung bei degenerativen und rheumatischen Erkrankungen sowie Zustand nach Frakturen
• Hilfsmittelberatung

Die Behandlungen erfolgen auf der Grundlage einer ärztlichen Verordnung und können als
o Motorisch funktionelle Behandlung
o Sensomotorisch-perzeptive Behandlung
o Hirnleistungstraining/ neuropsycho logisch orientierte Therapie
o Psychisch-funktionelle Behandlung
durchgeführt werden.

SPRACHTHERAPIE
In der ambulanten Logopädie untersuchen, behandeln, beraten und informieren wir Erwachsene bei:
• Sprachstörungen (Aphasie)
• Stimm- und Sprechstörung (Dysarthrie)
• Sprechplanungsstörung (Sprechapraxie)
• Schluckstörung (Dysphagie)
• Stimmstörung (Dysphonie)
• Schreib-/ Lesestörung (Dyslexie,-graphie)
• Kehlkopfentfernung (Laryngektomie)
• Stottern/ Poltern

Diagnostik, Beratung und Therapie erfolgen nach ärztlicher Verordnung.

Die Behandlungen werden im Evangelischen Krankenhaus Woltersdorf, Haus 2, Ebene 3 durchgeführt.

Hausbesuche sind auf Anfrage in allen Therapiebereichen möglich.

 

 

Anja Gutschow

ANMELDUNG / TERMINVEREINBARUNG
Zentrales Patientenmanagement
Anja Gutschow
Telefon: 03362/ 779-222
Fax: 03362/ 779-333
Mail: a.gutschow@krankenhaus-woltersdorf.de

 

 

 

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