Erster Spatenstich für das Diakonie-Hospiz Woltersdorf

Das Leben bis zuletzt feiern

Für uns geht mit dem 1. Spatenstich ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. In direkter Nachbarschaft zu unserem Krankenhaus wird nun ein Hospiz errichtet. Als Partner und Gesellschafter haben wir uns für das Projekt stark gemacht.

Mit vereinten Kräften den ersten Spatenstich heben (v.l.n.r.): Geschäftsführender Direktor der Immanuel Diakonie Udo Schmidt, Geschäftsführerin der Diakonie-Hospiz Woltersdorf GmbH Angelika Behm, Landrat für Märkisch-Oderland Gernot Schmidt, Architekt Markus Legiehn, Projektleiterin Silke Hoffmann.

Mit vereinten Kräften den ersten Spatenstich heben (v.l.n.r.): Geschäftsführender Direktor der Immanuel Diakonie Udo Schmidt, Geschäftsführerin der Diakonie-Hospiz Woltersdorf GmbH Angelika Behm, Landrat für Märkisch-Oderland Gernot Schmidt, Architekt Markus Legiehn, Projektleiterin Silke Hoffmann.

© Immanuel Diakonie, Foto: Jenny Jörgensen

 

 

 

Offizielle Pressemeldung:
Nach vielen Jahren Vorbereitung war es am 5. Oktober endlich soweit. Der erste offizielle Spatenstich für das Diakonie-Hospiz Woltersdorf fiel. Im September 2019 soll das erste Hospiz der Landkreise Oder-Spree und Märkisch-Oderland mit 14 Plätzen errichtet sein, Ende 2019 können die ersten Gäste aufgenommen werden. In ihrer letzten Lebensphase werden schwerkranke Menschen hier eine ganz besondere Pflege und Begleitung erhalten mit dem Ziel einer möglichst hohen Lebensqualität bis zuletzt, sagte Angelika Behm, Geschäftsführerin der Diakonie-Hospiz Woltersdorf GmbH. Ab Anfang 2019 geht die Suche nach Pflegekräften los.

Die Gründerinnen und Gründer des Hospizes brauchten einen langen Atem und den festen Glauben an ihre Sache, um das Projekt trotz zahlreicher Hürden voranzubringen. Vor sieben Jahren gründete sich der Hospizverein Polarstern Neuenhagen e.V. mit der Idee, ein stationäres Hospiz für die Region aufzubauen, vor vier Jahren entschieden sich die Gesellschafter der inzwischen gegründeten Diakonie-Hospiz Woltersdorf GmbH, auf dem Grundstück an der Schleusenstraße in Woltersdorf  bauen zu wollen. „Ich freue mich, dass wir heute endlich unsere Zusage einlösen können, für die Menschen der Region einen Ort der Fürsorge für den letzten Lebensabschnitt zu errichten“, sagte Udo Schmidt, Geschäftsführender Direktor der Immanuel Diakonie und Die Gesellschafterebenfalls Geschäftsführer der Diakonie-Hospiz Woltersdorf GmbH. Das Hospiz entstehe in enger Zusammenarbeit in der Region. Die Gesellschafter Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH und Evangelisches Krankenhaus „Gottesfriede“ in Woltersdorf GmbH werden die Kooperation vor Ort mitgestalten, die Diakonie-Hospiz Wannsee GmbH in Berlin wird ihre langjährige Erfahrung einbringen und nach Fertigstellung des Gebäudes für den Start vor Ort verantwortlich zeichnen.

Für die drei Gesellschafter (v.l.n.r.): Udo Schmidt und Angelika Behm, Geschäftsführende des Diakonie-Hospiz Wannsee und zugleich Geschäftsführende der Diakonie-Woltersdorf GmbH, Katja Thielemann, stellvertretende Geschäftsführerin des Krankenhaus Märkisch-Oderland, und Cord Meyer, Geschäftsführer Ev. Krankenhaus Woltersdorf.

Angelika Behm, auch Geschäftsführerin des Diakonie-Hospiz Wannsee, sprach als Praktikerin: „Am Ende des Lebens nicht allein zu sein, sondern Menschen zu haben, die da sind –  darum geht es in der Hospizarbeit. Wir verstehen unseren Auftrag als Begleitung zum Sterben und Hilfe zum Leben. Denn der letzte Abschnitt des Lebens ist das Leben.“ Im Hospiz bekämen Menschen in den letzten Wochen oder Monaten ihres Lebens einerseits eine sehr gute palliative medizinische Versorgung. Andererseits erhielten sie und ihre Angehörigen eine psychosoziale und spirituelle Begleitung, so Behm. „Neben dem Schmerz, der Trauer und den Tränen, die zum Sterben und Abschiednehmen dazugehören, werden wir das Leben feiern mit den Festen des Jahreskreises und mit allem, was das Leben zu bieten hat.“ Um diese Arbeit leisten zu können, brauche das Hospiz sowohl gut ausgebildete Palliativpflegefachkräfte als auch ehrenamtliche Unterstützer. Ab Anfang 2019 werde die aktive Suche nach Mitarbeitenden beginnen.

Gernot Schmidt, Landrat des Landkreises Märkisch-Oderland, hob die gemeinschaftliche Verantwortung von kommunalen und kirchlichen Institutionen hervor, Menschen bis zum letzten Tag ein Leben in Würde zu ermöglichen. „Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen denken, sie könnten mit Hightech-Medizin alle Probleme lösen. Aber jeder von uns kommt an seine Grenzen“, so Schmidt.

Mit einer großen Überraschung wartete die Vorsitzende des Hospizvereins Polarstern Neuenhagen e.V. auf. Daniela Wraske überreichte Geschäftsführerin Behm einen Scheck in Höhe von 15.000 Euro. Die Vereinsmitglieder und ein großes Netzwerk von Unterstützerinnen und Unterstützern sammelten  in den vergangenen Jahren ehrenamtlich Spenden auf allen öffentlichen Festen und Veranstaltungen der Region ein. „Wir haben Kuchen, Kekse, Glühwein und Handarbeiten verkauft, Schülerinnen und Schüler aus Petershagen haben bei einem Spendenlauf Geld eingesammelt und die Ehrenamtlichen vom Seniorenzentrum Bethel in Köpenick schicken uns immer die Hälfte der Spenden, die sie einsammeln. Wir möchten uns bei allen Unterstützern ganz herzlich bedanken“, sagte Palliativschwester Daniela Wraske.


Basisinformationen

Seit Oktober entsteht an der Schleusenstraße 46 in 15569 Woltersdorf das Diakonie-Hospiz Woltersdorf. Es eröffnet Ende 2019 mit 14 Plätzen als erstes Hospiz der Landkreise Märkisch-Oderland und Oder-Spree. Schwerkranke Menschen sollen dort in der letzten Phase ihres Lebens versorgt, betreut und begleitet werden, Angehörige Trauerbegleitung erhalten. Gesellschafter der Diakonie-Hospiz Woltersdorf GmbH sind die Diakonie-Hospiz Wannsee GmbH, die Ev. Krankenhaus „Gottesfriede“ in Woltersdorf GmbH und die Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH in Straußberg.

Alle Gästezimmer liegen im Erdgeschoss und werden über ein Bad sowie eine eigene blickgeschützte Terrasse verfügen. Das Gebäude ist so angelegt, dass im Sommer alle Gästezimmer zu unterschiedlichen Tageszeiten direkten Lichteinfall haben. Zudem gehören ein Therapiebad, eine Küche, ein Gemeinschaftszimmer sowie ein Raum der Stille zur Ausstattung. Auf dem 4.600 Quadratmeter großen Grundstück soll ein parkähnlicher Garten gestaltet werden, um den Gästen und ihren Angehörigen Kontakt mit der Natur zu ermöglichen.


© Immanuel Diakonie, Foto: Jenny Jörgensen



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